05.Mai 2009
Valnozon
Kennen Sie das Vallon du Nozon?
Was oder wer ist der Nozon?
Der erste Tipp – es hat mit der Schweiz zu tun, genauer noch mit der Geographie. Während uns die Schweizer Bergnamen, Kantone und auch die Städte noch ganz geläufig sind, hapert es oft an anderen geographischen Kenntnissen. Was also ist der Nozon?
Ist der Nozon ein Gewässer?
Der Nozon ist ein Fluss im Schweizer Kanton Waadt. Er ist der rechte Nebenfluss des Talent und gehört zum Einzugsgebiet des Rheins.
Auf seinen Weg zwischen Quelle und Mündung entwässert er einen Abschnitt des Waadtländer Juras und der westlichen Randzone des Waadtländer Mittellandes.
Im Vallon de Nozon finden Sie zahlreiche Brunnen. Die Geschichte in Romainmôtier lässt Sie Schritt für Schritt zurückverfolgen bis zur kalkenen Wiege seiner steinernen Meisterwerke.
In der Reginon Vallon du Nozon wurden zwischen 1825 und 1865 ungefähr 200 Becken ausgehauen.
Wenn man den Spuren auf dem Wanderweg folgt, dann finden Sie Spuren, die zum Teil bis ins 16. Jahrhundert zurückgehen.
Auf dem Brunnenweg kommen Sie auch zum Dardefall, einem spektakulären Wasserfall. Die Höhe des Wasserfalls beträgt ungefähr die Höhe eines fünfstöckigen Hauses und ist einer der höchsten des Kantons.
Wo fliesst der Nozon?
Am Fuss einer Felswand im so genannten Cul de Nozon, südwestlich der Ortschaft Vaulion entspringt der Nozon.
Die Karstquelle des Nozon liegt auf ca. 1000 m über dem Meeresspiegel zwischen den Juraketten des Mollendruz und der Dent de Vaulion.
Nördlich der Nozonquelle liegen zwei Höhlen, die Grotte du Gros-Fort und die Grotte de la Pernon.
Die 22 Kilometer lange Reise des Nozon beginnt zuerst in Richtung Nordosten durch den Talkessel von Vaulion bevor er tief im Tal eingebettet in östlicher Richtung weiter fliesst.
Auf einer Strecke von 6 Kilometern ist er umgeben von den Höhen des Sur Grati und dem Chalet Dernier.
Bereits auf dieser Strecke überwindet er eine Höhendifferenz von beinahe 300 m bevor er die Abtei Romainmôtier erreicht.
Die Befestigungsmauer sowie die Türme sind teilweise bis gut erhalten und umfassen noch heute das Kloster.
Zwei ältere Kirchen wurden ersetzt. Auf dem Boden wurde der ehemalige Grundriss eingezeichnet.
Heute befindet sich eine romanische Kirche mit gotischen Ergänzungen. An der Stelle der heutigen Abtei Romainmôtier müssen bereits in früherer Zeit andere Klöster gestanden haben.
Bei Ausgrabungen im Süden der Kirche wurden im Kreuzgang und im Untergeschoss des "Hauses der Mönche" Reste einer kreuzförmigen Kirche freigelegt sowie Spuren früherer Klöster entdeckt.
Er lässt die Jurahöhen hinter sich und erreicht das Jurafussplateau. Hier hat sich der Nozon ein tiefes Bett, ein ca. 100 m tief liegendes Erosionstal in den Kalksteinschichten des Plateus geschaffen.
Wenige Seitenbäche münden in den Nozon, da das Regenwasser rasch in den kalkhaltigen Untergrund versickert.
Im Bereich des malerischen Ortes Croy wendet sich der Nozon in einen Bogen nach Süden. Der Wasserfall Cascade du Dard ist der Beginn eines schluchtartigen Abschnittes.
Mit der Wasserkraft des Nozon wurden hier Mühlen, kleine Sägewerke und Eisenhämmer angetrieben.
Hier gesellt sich der Fluss Venoge zum Nozon. Beide Flüsse fliessen auf einer Distanz von etwa 1,5 km ca. 4 Kilometer lang parallel neben einander in östlicher Richtung.
Getrennt sind die beiden Flüsse durch die Höhen Les Aleveys und Mormont getrennt sind. Dann trennen sich wieder ihre Wege und der Nozon tritt in der Nähe des Dorfes Orny, nordöstlich von La Sarraz , in die Orbeebene ein.
Bis in die Mitte des vergangenen Jahrhunderts war die Orbeebene von der Landwirschaft geprägt. Noch heute hat der Ackerbau, Obstplantagen und Gemüsekulturen eine wichtige Bedeutung.
Auf der Orbeebene verliert der Nozon sein Gefälle und fliesst ruhig dahin. Wähend der Nozon in seinem Ober – und Mittellauf weitgehend in seinem natürlichen Zustand erhalten ist, wurde das Flussbett im Unterlauf kanalisiert und begradigt.
Östlich der Ebene, in der Nähe des Städtchens Orbe mündert der Nozon in den Talent. Die Reise des Nozon ist beendet. Der Talent wiederum fliesst bald darauf mit dem Orbe zusammen.
Die Wasserkraft des Nozon
Die Wasserkraft, die das Gefälle, das der Nozon auf seinem Weg zwischen Karstquelle und Mündung hinuntereilt, erzeugt wurde schon bald genutzt.
Als Novisonum fluviolum wird der Nozon im siebten Jahrhundert das erste Mal urkundlich erwähnt.
Doch am Rande des Nozon entstanden schon früh Siedlungen. Die Ortschaft Pompaples war bereits zur Römerzeit besiedelt.
Im fünften Jahrhundert entstand das berühmte Benediktinerkloster Romainmôtier. Auch Erzvorkommen wurden im Gebiet dew Nozon abgebaut und in Eisenschmelzöfen weiter verarbeitet.
Vor allem ab dem Mittelalter wurde die Wasserkraft des Nozon in Mühlen, in Schmieden und in Sägewerken genutzt.
Die Mitte der Welt
Im Gebiet des Nozon befindet sich die Milieu du Monde, die Mitte der Welt.
Im 16. Jahrhundert wurde hier, in der Nähe von Pompaples eine Mühle gebaut. Die Moulin Bornu liegt auf der Talwasserscheide zwischen den Einzugsgebieten von Rhône und Rhein.
Dafür wurde ein Kanal vom Nozon zur Mühle gelegt. Unterhalb der Mühle fliesst jedoch nur ein Teil des Wassers zurück in den Nozon.
Ein Teil des Wasser wird zur Venoge und damit zur Rhône weiter geleitet.
Der erste Tipp – es hat mit der Schweiz zu tun, genauer noch mit der Geographie. Während uns die Schweizer Bergnamen, Kantone und auch die Städte noch ganz geläufig sind, hapert es oft an anderen geographischen Kenntnissen. Was also ist der Nozon?Ist der Nozon ein Gewässer?
Der Nozon ist ein Fluss im Schweizer Kanton Waadt. Er ist der rechte Nebenfluss des Talent und gehört zum Einzugsgebiet des Rheins.
Auf seinen Weg zwischen Quelle und Mündung entwässert er einen Abschnitt des Waadtländer Juras und der westlichen Randzone des Waadtländer Mittellandes.
Im Vallon de Nozon finden Sie zahlreiche Brunnen. Die Geschichte in Romainmôtier lässt Sie Schritt für Schritt zurückverfolgen bis zur kalkenen Wiege seiner steinernen Meisterwerke.
In der Reginon Vallon du Nozon wurden zwischen 1825 und 1865 ungefähr 200 Becken ausgehauen.
Wenn man den Spuren auf dem Wanderweg folgt, dann finden Sie Spuren, die zum Teil bis ins 16. Jahrhundert zurückgehen.
Auf dem Brunnenweg kommen Sie auch zum Dardefall, einem spektakulären Wasserfall. Die Höhe des Wasserfalls beträgt ungefähr die Höhe eines fünfstöckigen Hauses und ist einer der höchsten des Kantons.
Wo fliesst der Nozon?
Am Fuss einer Felswand im so genannten Cul de Nozon, südwestlich der Ortschaft Vaulion entspringt der Nozon. Die Karstquelle des Nozon liegt auf ca. 1000 m über dem Meeresspiegel zwischen den Juraketten des Mollendruz und der Dent de Vaulion.
Nördlich der Nozonquelle liegen zwei Höhlen, die Grotte du Gros-Fort und die Grotte de la Pernon.
Die 22 Kilometer lange Reise des Nozon beginnt zuerst in Richtung Nordosten durch den Talkessel von Vaulion bevor er tief im Tal eingebettet in östlicher Richtung weiter fliesst.
Auf einer Strecke von 6 Kilometern ist er umgeben von den Höhen des Sur Grati und dem Chalet Dernier.
Bereits auf dieser Strecke überwindet er eine Höhendifferenz von beinahe 300 m bevor er die Abtei Romainmôtier erreicht.
Die Befestigungsmauer sowie die Türme sind teilweise bis gut erhalten und umfassen noch heute das Kloster.
Zwei ältere Kirchen wurden ersetzt. Auf dem Boden wurde der ehemalige Grundriss eingezeichnet.
Heute befindet sich eine romanische Kirche mit gotischen Ergänzungen. An der Stelle der heutigen Abtei Romainmôtier müssen bereits in früherer Zeit andere Klöster gestanden haben.
Bei Ausgrabungen im Süden der Kirche wurden im Kreuzgang und im Untergeschoss des "Hauses der Mönche" Reste einer kreuzförmigen Kirche freigelegt sowie Spuren früherer Klöster entdeckt.
Er lässt die Jurahöhen hinter sich und erreicht das Jurafussplateau. Hier hat sich der Nozon ein tiefes Bett, ein ca. 100 m tief liegendes Erosionstal in den Kalksteinschichten des Plateus geschaffen.
Wenige Seitenbäche münden in den Nozon, da das Regenwasser rasch in den kalkhaltigen Untergrund versickert.
Im Bereich des malerischen Ortes Croy wendet sich der Nozon in einen Bogen nach Süden. Der Wasserfall Cascade du Dard ist der Beginn eines schluchtartigen Abschnittes.
Mit der Wasserkraft des Nozon wurden hier Mühlen, kleine Sägewerke und Eisenhämmer angetrieben.
Hier gesellt sich der Fluss Venoge zum Nozon. Beide Flüsse fliessen auf einer Distanz von etwa 1,5 km ca. 4 Kilometer lang parallel neben einander in östlicher Richtung.
Getrennt sind die beiden Flüsse durch die Höhen Les Aleveys und Mormont getrennt sind. Dann trennen sich wieder ihre Wege und der Nozon tritt in der Nähe des Dorfes Orny, nordöstlich von La Sarraz , in die Orbeebene ein.
Bis in die Mitte des vergangenen Jahrhunderts war die Orbeebene von der Landwirschaft geprägt. Noch heute hat der Ackerbau, Obstplantagen und Gemüsekulturen eine wichtige Bedeutung.
Auf der Orbeebene verliert der Nozon sein Gefälle und fliesst ruhig dahin. Wähend der Nozon in seinem Ober – und Mittellauf weitgehend in seinem natürlichen Zustand erhalten ist, wurde das Flussbett im Unterlauf kanalisiert und begradigt.
Östlich der Ebene, in der Nähe des Städtchens Orbe mündert der Nozon in den Talent. Die Reise des Nozon ist beendet. Der Talent wiederum fliesst bald darauf mit dem Orbe zusammen.
Die Wasserkraft des Nozon
Die Wasserkraft, die das Gefälle, das der Nozon auf seinem Weg zwischen Karstquelle und Mündung hinuntereilt, erzeugt wurde schon bald genutzt. Als Novisonum fluviolum wird der Nozon im siebten Jahrhundert das erste Mal urkundlich erwähnt.
Doch am Rande des Nozon entstanden schon früh Siedlungen. Die Ortschaft Pompaples war bereits zur Römerzeit besiedelt.
Im fünften Jahrhundert entstand das berühmte Benediktinerkloster Romainmôtier. Auch Erzvorkommen wurden im Gebiet dew Nozon abgebaut und in Eisenschmelzöfen weiter verarbeitet.
Vor allem ab dem Mittelalter wurde die Wasserkraft des Nozon in Mühlen, in Schmieden und in Sägewerken genutzt.
Die Mitte der Welt
Im Gebiet des Nozon befindet sich die Milieu du Monde, die Mitte der Welt.
Im 16. Jahrhundert wurde hier, in der Nähe von Pompaples eine Mühle gebaut. Die Moulin Bornu liegt auf der Talwasserscheide zwischen den Einzugsgebieten von Rhône und Rhein.
Dafür wurde ein Kanal vom Nozon zur Mühle gelegt. Unterhalb der Mühle fliesst jedoch nur ein Teil des Wassers zurück in den Nozon.
Ein Teil des Wasser wird zur Venoge und damit zur Rhône weiter geleitet.