St. Martin – Fest der Kinder
Martin von Tours galt als guter Mann. Als Sohn eines hochrangigen Offiziers musste er in den Militärdienst folgen und trat mit nur 15 Jahren ein. Er wurde im 4. Jahrhundert n. Chr. im ungarischen Szombathely, damals Sabaraia, geboren.
Die Legende geschah in Amiens im heutigen Frankreich. Es muss sich um einen besonders harten Winter gehandelt haben, dem schon viele Menschen zum Opfer fielen. Als St. Martin hoch zu Ross durch Schnee und Wind reitet, begegnet ihm ein Bettler.
Geschützt durch einen wärmenden Umhang, spürt er wenig von der Kälte. Doch der Bettler zittert vor Kälte. Er droht zu Erfrieren und so wendet er sich an den vorbei reitenden Soldaten in seiner Not und bittet um Hilfe. Martin, der nichts mehr bei sich führt, was er geben könnte, da er schon alles gegeben hat, teilt kurzer Hand mit seinem Schwert den Umhang in zwei Teile und gibt dem Bettler die Hälfte und reitet weiter.
An seinem Namenstag, dem 11. November, gedenkt man diesen Heiligen. In den katholischen Kirchen wird oftmals ein Martinsstück aufgeführt, indem die Kinder die Geschichte nachspielen. An diesem Tag werden Laternen gebastelt und ein Martinsumzug findet statt. In den Liedern des Martinsfestes finden wir die Legende wieder.
Nach den Laternenumzügen bekommen die Kinder warmen Tee und viele Süssigkeiten.
St. Martin war einer der ersten Heiligen, der nicht als Märtyrer gestorben ist sondern durch ein durch Nächstenliebe bestimmtes Leben zum Heiligen gesprochen wurde.