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Soll im geplanten Nationalpark Parc Adula der Abbruch von Kristallen verboten werden?

Das Gebiet um das Rheinwaldhorn, wichtige Fundstelle für Strahler, soll Nationalpark werden. Zugleich soll dort der Abbruch von Kristallen verboten werden. Wie können die Interessen der Strahler gewahrt bleiben?
Im Deutschen nennt man den Adula das Rheinwaldhorn. Geplant ist auf diesem Gebiet, inklusive dem Valsertal,  dem Calanca-Tal, Misox, dem Rheinwald, Lugnez, Surselva, dem Val Medel und dem Blenio-Tal den Parc Adula zu errichten.

Die 20 betroffenen Gemeinden haben bereits der letzten Vorbereitungsphase zugestimmt. Im Januar wird das Gesuch um Weiterführung des Nationalpark-Projektes beim Bund eingereicht.

Die Stimmberechtigten der betroffenen Gemeinden werden dann voraussichtlich im Jahr 2014 über den Nationalpark entscheiden  

Fundstelle für Strahler

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Teile des geplanten Nationalparks im Bündner Adula-Gebiet ist auch der Piz Scharboda oder der Piz Terri, auf Tessiner Gebiet. Sie sind für Strahler wertvolle Fundstellen.

Hier findet man schöne und seltene Mineralien wie Rauchquarz, Calcit, Rutil, Pyrit, Amethyst Hämatit, Turnalin, Titanit und viele andere.

Im geplanten Nationalpark Parc Adula soll nun der Abbruch der Mineralien verboten werden. Kein Wunder, dass die Schweizerische Vereinigung der Strahler, Mineralien- und Fossiliensammler (SVSMF) Sturm läuft.

Denn der Abbruch der Mineralien ist nicht nur ein Hobby, sondern dient auch den Erdwissenschaften. Ein Verbot würde zu lückenhaftem, mineralogischem Verständnis führen.

Bei der Mehrheit der Strahler handelt es sich um Naturfreunde, denen die Umwelt am Herzen liegt.

Der Abbruch von Kristallen ist daher nicht als Umweltzerstörung zu sehen. Mit Respekt zur Natur wird der Abbau von Kristallen im Bündner und Tessiner Kanton von Strahlern betrieben.

Gleichzeitig ist die Suche von Mineralien und Kristallen ein wichtiger Nebenerwerb der Strahler dieser Region.

Was wäre eine akzeptable Lösung für beide Seiten?

Als Lösung, die für beide Seiten akzeptabel ist, könnte man dem Beispiel in Österreich folgen. Beim Nationalpark „Hohe Tauern“ wurde erfolgreich auf flexible Lösungen gesetzt.

Für den Parc Adula könnte das beispielsweise ein zeitlich eingeschränktes Verbot sein.

Den Strahlern wie auch dem Nationalpark käme aber eine Mitgliedschaft bei der Vereinigung der Strahler (SVSMF) entgegen.

Durch die Mitgliedschaft wären Kristallsucher registriert, bei evtl. Schäden wären Verursacher schneller zu identifizieren.

Zum anderen kann der Verein Verstösse gegen den Strahler-Ehrenkodex ahnden.

Im Verlauf des nächsten Jahres wird sich entscheiden, wie mit dem Abbruch von Mineralien und Kristallen umgegangen wird und welche Rechte die Strahler haben.